Komplexitätsreduzierung ad absurdum

oder „FritzBox kann ja jeder!“

Wie’s so kommt, kommen mehrere Dinge zusammen:

  • Mich stört die „Komplexität“ - die FritzBox ist bei uns im Zusammenspiel mit mehreren virtuellen Servern.
  • Das DNS-Setup im Home-Netz bedarf einer dringenden Auffrischung.
  • Der anstehende Wechsel zum Glasfaseranschluss (irgendwann… Vertrag ist unterzeichnet, aber noch ist kein Stück Glasfaser auf dem Gelände vergraben).
  • Der VoIP-Client auf dem Firmen-Laptop (via Fritzbox) funktioniert nicht mehr.
  • Der WLAN-Empfang ist nicht in allen Räumen optimal.
  • Und mit der doch etwas gewöhnungsbedürftigen Konfiguration von MikroTik-RouterOS muss ich mich beruflich sowieso beschäftigen.

Deshalb dachte ich mir, vereinfache ich doch einfach das Setup, indem ich einen MikroTik-Router verwende und dort ein (oder später zwei) AccessPoints anschliesse, schlank mit PoE, gespeist direkt vom Router. Und auch weitere Dienste sollten auf dem Router verwaltet werden.


Relativ schnell schimmerte es mir, dass es mit der Vereinfachung nicht so ganz klappt, denn so eine FritzBox bietet schon so einiges (was wir auch nutzen):

  • WLAN

  • Filter-Möglichkeiten, um das Netzwerk für die Geräte der Kinder zeitbasiert einzuschränken.
  • Analoge Telefonanschlüsse (wovon wir nur einen benötigen).
  • Nicht zuletzt das DSL-Modem, dass auch bei unserem Glasfaser-Provider benötigt wird, weil der einfach eine Anschlussbox nutzt, wo hinten VDSL rausfällt, um gbünstige Consumer-Hardware einsetzen zu können.

Das Thema WLAN wird mit einem MikroTik-AccessPoint (wAP ac) gleich mit erschlagen. Für die Einrichtung gibt’s hier einen detailierten Eintrag.

Einfach war das DSL-Modem. Für den MikroTik-SFP+-Anschluss gibt es ein VDSL2-Modem - schlank, allerdings teurer als zum Beispiel ein externes Modem wie das ALLNET VDSL2 Bridge Modem. Hat den Vorteil, nicht ein weiteres Gerät an der Wand zu haben, aber natürlich den Nachteil, nicht einfach eine andere Hardware verwenden zu können. Allerdings hätte ich noch die FritzBox (neben einem TP-Router) als Backup.
Zum Modem kann ich noch nicht viel sagen, da es noch nicht geliefert ist.

Auch nicht schwierig war der Telefonanschluss - wer braucht heutzutage noch ein analoges DECT-Telefon, wenn es auch welche mit VoIP gibt?! OK, das Telefon geht noch und hätte nicht zwingend getauscht werden müssen, ist auch nicht wirklich ressourcen-schonend und vom Simplizismus-Gedanken her auch nicht wirklich überzeugend, aber irgendwas ist ja immer…
Zum Telefonieren soll es jetzt ein Gigaset C430A GO werden.

Fehlt nur noch die Filtermöglichkeit - wenn das nichts wird, freuen sich die Kinder!